Im Herbst ist die Apfelernte besonders reichlich. Wer viele Äpfel aus dem eigenen Garten oder vom Bauernmarkt hat, muss sie nicht innerhalb weniger Tage verarbeiten. Mit den richtigen Methoden lassen sich Äpfel über Wochen oder sogar mehrere Monate haltbar machen.
Ob richtig lagern, einfrieren, einkochen oder trocknen – welche Methode am besten geeignet ist, hängt davon ab, wie die Äpfel später verwendet werden sollen.
Wie kann man Äpfel haltbar machen?
Äpfel lassen sich auf verschiedene Arten haltbar machen. Lagerfähige Sorten können mehrere Monate kühl und dunkel gelagert werden. Alternativ lassen sich Äpfel einfrieren, zu Apfelmus oder Kompott verarbeiten, trocknen oder zu Saft verarbeiten.
Äpfel richtig lagern
Für eine längere Lagerung eignen sich vor allem späte und lagerfähige Apfelsorten. Wichtig sind ein kühler, dunkler und möglichst trockener Ort sowie eine gute Belüftung.
Äpfel sollten vor dem Einlagern nicht gewaschen werden. Beschädigte oder angefaulte Früchte gehören aussortiert, da sich Fäulnis schnell auf andere Äpfel übertragen kann.
Ideal ist es, die Äpfel mit etwas Abstand voneinander in Kisten zu legen und regelmäßig zu kontrollieren.
Äpfel einfrieren
Äpfel lassen sich problemlos einfrieren und sind anschließend besonders praktisch für Kuchen, Kompott oder warme Süßspeisen.
Dafür die Äpfel:
- waschen und schälen,
- Kerngehäuse entfernen,
- in Stücke oder Spalten schneiden,
- bei Bedarf mit etwas Zitronensaft vor dem Braunwerden schützen,
- portionsweise luftdicht verpacken und einfrieren.
Für Kuchen können die Apfelstücke häufig direkt gefroren weiterverwendet werden.
Apfelmus einkochen
Eine besonders beliebte Möglichkeit ist selbst gemachtes Apfelmus. Äpfel werden geschält, entkernt und mit etwas Wasser weich gekocht. Anschließend können sie fein püriert und nach Geschmack mit Zimt oder Vanille verfeinert werden.
Heiß abgefüllt und richtig haltbar gemacht, eignet sich Apfelmus hervorragend als Vorrat für die kommenden Monate.

Äpfel als Kompott haltbar machen
Apfelkompott ist eine einfache Alternative zum Mus. Die Apfelstücke bleiben dabei weitgehend erhalten und können später zu Mehlspeisen, Kaiserschmarrn, Milchreis oder als Dessert serviert werden.
Mit Zimt, Vanille oder etwas Zitronenschale lässt sich das Kompott aromatisieren.
Äpfel trocknen
Getrocknete Apfelringe sind ein natürlicher Snack und benötigen nur wenig Platz. Die Äpfel werden in dünne Scheiben geschnitten und anschließend langsam im Backrohr oder Dörrgerät getrocknet.
Je dünner die Scheiben sind, desto schneller trocknen sie. Vollständig getrocknete Apfelstücke sollten trocken und luftdicht aufbewahrt werden.
Apfelsaft selbst herstellen
Wer besonders viele Äpfel hat, kann sie auch zu Apfelsaft verarbeiten. Dafür werden die Früchte gewaschen, zerkleinert und anschließend gepresst.
Frisch gepresster Apfelsaft kann direkt getrunken oder durch geeignete Haltbarmachung länger aufbewahrt werden. Eine weitere traditionelle Möglichkeit ist die Verarbeitung zu Most.
Welche Methode eignet sich wofür?
| Methode | Besonders geeignet für |
|---|---|
| Lagern | frische Äpfel |
| Einfrieren | Kuchen, Kompott, Desserts |
| Apfelmus | Mehlspeisen, Desserts |
| Kompott | Kaiserschmarrn, Milchreis, Beilagen |
| Trocknen | Snack, Müsli |
| Apfelsaft | Getränke |
| Most | traditionelle Verarbeitung |
Welche Äpfel eignen sich zum Haltbarmachen?
Nicht jede Sorte eignet sich gleich gut für jede Methode. Feste, aromatische Äpfel sind beispielsweise ideal für Kuchen und Kompott. Für Apfelmus dürfen die Früchte ruhig schneller weich werden.
Für die Lagerung sind besonders späte, lagerfähige Sorten geeignet. Äpfel mit Druckstellen oder anderen Beschädigungen sollten dagegen möglichst rasch verarbeitet werden.
Fazit
Es gibt viele Möglichkeiten, die Apfelernte im Herbst sinnvoll zu nutzen. Wer geeignete Sorten richtig lagert, kann lange auf frische Äpfel zurückgreifen. Für einen Vorrat eignen sich außerdem Apfelmus, Kompott, gefrorene Apfelstücke und getrocknete Apfelringe.
So bleiben die Früchte auch nach der Ernte vielseitig verwendbar – von der einfachen Jause bis zum klassischen österreichischen Dessert.