Wer ein Rezept zum ersten Mal liest, stößt häufig auf Begriffe wie blanchieren, dünsten, legieren oder montieren. Für erfahrene Hobbyköche sind diese Begriffe selbstverständlich, Anfänger sind jedoch oft unsicher, was genau damit gemeint ist.
Dabei sind viele Kochtechniken einfacher, als sie zunächst klingen. Wer die wichtigsten Fachbegriffe kennt, versteht Rezepte besser und kann Gerichte erfolgreicher zubereiten.
In diesem kleinen Küchenlexikon erklären wir die wichtigsten Kochbegriffe einfach und verständlich.
Abschmecken
Beim Abschmecken wird ein Gericht kurz vor dem Servieren mit Gewürzen oder Kräutern verfeinert.
Typische Zutaten sind:
- Salz
- Pfeffer
- Zitronensaft
- Kräuter
- Muskat
- Essig
👉 Ziel ist ein ausgewogener Geschmack.
Blanchieren
Beim Blanchieren wird Gemüse oder Obst kurz in kochendes Wasser gegeben und anschließend sofort in Eiswasser abgeschreckt.
Diese Methode eignet sich besonders für:
- Brokkoli
- Karfiol
- Bohnen
- Spinat
- Tomaten
Vorteile:
- kräftige Farbe bleibt erhalten
- kürzere Garzeit
- leichteres Schälen (z. B. Tomaten)
Montieren
Beim Montieren wird kurz vor dem Servieren kalte Butter unter eine Sauce gerührt.
Dadurch wird die Sauce:
- cremiger
- glänzender
- geschmackvoller
👉 Besonders beliebt bei Saucen zu Fleisch- und Fischgerichten.
Dünsten
Beim Dünsten werden Lebensmittel mit wenig Fett und wenig Flüssigkeit schonend gegart.
Geeignet für:
- Gemüse
- Pilze
- Fisch
Der Eigengeschmack bleibt dabei besonders gut erhalten.
Schmoren
Schmoren ist eine Kombination aus Anbraten und anschließendem langsamen Garen mit Flüssigkeit.
Ideal für:
- Rindfleisch
- Schweinefleisch
- Wild
- Gulasch
👉 Das Fleisch wird besonders zart.

Anbraten
Beim Anbraten werden Lebensmittel bei hoher Temperatur kurz gebräunt.
Dabei entstehen die typischen Röstaromen.
Geeignet für:
Köcheln
Beim Köcheln darf die Flüssigkeit nur leicht sieden.
Diese Methode eignet sich besonders für:
- Suppen
- Saucen
- Eintöpfe
👉 So bleiben Geschmack und Konsistenz erhalten.
Pürieren
Beim Pürieren werden Lebensmittel fein zerkleinert.
Hilfsmittel:
- Stabmixer
- Küchenmaschine
- Standmixer
Ideal für:
- Cremesuppen
- Saucen
- Smoothies
Marinieren
Beim Marinieren werden Lebensmittel vor der Zubereitung in einer Marinade eingelegt.
Typische Zutaten:
- Öl
- Kräuter
- Gewürze
- Zitronensaft
- Essig
Dadurch wird das Aroma intensiver.
Legieren
Beim Legieren werden Suppen oder Saucen mit Eigelb oder Schlagobers verfeinert.
👉 Wichtig:
Die Flüssigkeit darf danach nicht mehr kochen, da das Eigelb sonst gerinnt.
Reduzieren
Beim Reduzieren wird Flüssigkeit durch längeres Einkochen verringert.
Dadurch:
- wird der Geschmack intensiver
- wird die Sauce sämiger
Sieben
Beim Sieben werden trockene Zutaten wie Mehl oder Staubzucker durch ein Sieb gegeben.
Vorteile:
- keine Klümpchen
- lockerer Teig
- gleichmäßiges Vermischen
Julienne
Julienne bezeichnet sehr feine Gemüsestreifen.
Besonders geeignet für:
- Karotten
- Sellerie
- Zucchini
- Lauch
👉 Häufig in der gehobenen Küche verwendet.
Concassieren
Beim Concassieren werden Tomaten enthäutet, entkernt und in kleine Würfel geschnitten.
Diese Technik wird häufig für:
- Pastasaucen
- Salate
- Bruschetta
verwendet.
Tranchieren
Beim Tranchieren wird gegartes Fleisch oder Geflügel fachgerecht in Scheiben oder Stücke geschnitten.
So lassen sich Braten und Geflügel besonders schön servieren.

Die wichtigsten Kochbegriffe im Überblick
| Kochbegriff | Bedeutung |
|---|---|
| Abschmecken | Geschmack verfeinern |
| Blanchieren | Kurz kochen und abschrecken |
| Dünsten | Schonend garen |
| Schmoren | Anbraten und langsam garen |
| Anbraten | Kurz scharf braten |
| Köcheln | Leicht sieden |
| Pürieren | Fein zerkleinern |
| Marinieren | In Würze einlegen |
| Legieren | Mit Eigelb oder Schlagobers binden |
| Montieren | Butter unterrühren |
| Reduzieren | Flüssigkeit einkochen |
| Julienne | Feine Gemüsestreifen |
| Concassieren | Tomaten häuten und würfeln |
| Tranchieren | Fleisch fachgerecht schneiden |
Warum Kochbegriffe kennen?
Wer Kochbegriffe versteht,
- kann Rezepte leichter nachkochen,
- vermeidet typische Fehler,
- verbessert seine Kochtechnik,
- erzielt bessere Ergebnisse.
👉 Besonders Anfänger profitieren von diesem Grundwissen.
Was sind Kochbegriffe?
Kochbegriffe sind Fachausdrücke für verschiedene Kochtechniken und Zubereitungsmethoden. Sie beschreiben Arbeitsschritte wie blanchieren, schmoren, dünsten oder reduzieren und helfen dabei, Rezepte richtig umzusetzen.
Fazit
Viele Kochbegriffe wirken zunächst kompliziert, sind aber mit etwas Übung leicht verständlich. Ob blanchieren, schmoren, reduzieren oder montieren – diese Techniken gehören zu den wichtigsten Grundlagen in jeder Küche.
Wer die Fachbegriffe kennt, versteht Rezepte schneller und kocht sicherer. Mit jedem neuen Gericht wächst die Erfahrung und das Kochen macht noch mehr Freude.
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